Ich selbst hatte diese Sehnsucht jahrlang tief vergraben, weil ich Angst hatte zu scheitern – aber auch, weil ich etwas entscheidendes noch nicht wusste.
(Ein eher langer Artikel – lohnt sich nur, wenn du wirklich mehr über Zeichnenlernen erfahren willst)
Sehnsucht nach dem Zeichnen
Vielleicht trägst auch du eine ähnliche unerlöste Sehnsucht mit dir herum, zwischen Job, Familie und sonstigem Alltag. Und vielleicht hast du sogar mal ein Zeichenbuch gekauft, oder sogar einen Kurs besucht, um einen Anlauf zu nehmen.
Das Buch mit Kultstatus
Immer wieder stossen Suchende auf ein Buch, das fast schon Kultstatus hat: Drawing on the Right Side of the Brain von Betty Edwards, der vermutlich bekanntesten aber auch am meisten misverstandenen (vor allem von Kunstpädagogen) Zeichenlehrerin der Welt. Der Titel klingt vielversprechend. Auf Deutsch heisst das Buch Garantiert Zeichnen Lernen – ein Titel, den ich persönlich nicht so mag.
Der „Schalter“ im Gehirn
Obwohl es wahr ist – jedenfalls wenn die Methode wirklich wie angeleitet durchgezogen wird – klingt es für kritische Menschen unglaubwürdig, nach “Schnell reich werden”, oder “Bete dich gesund” … was denkst du, wenn du den Titel liest? Wenn man sich auf den recht tiefgehenden Inhalt einlässt, staunt man. Vereinfacht gesagt:
Zeichnenlernen erfordert, eine Art “Schalter” im Gehirn umzulegen. Und es erfordert das aufbauende Verstehen und erlernen von 4 einzelnen Fähigkeiten, die zusammen dann die komplexe Fähigkeit “Zeichnen” ergeben.
Es ist laut Betty Edwards kein Talent nötig, nur eine andere Art, die Welt zu sehen – und schon kann man zeichnen (lernen) und dann, erst dann .. macht das Üben sinn.
Die Ideen, Erkenntnisse und Theorien sind faszinierend. Doch dann sitzt man da, allein, mit dem Stift in der Hand, hat vielleicht nicht die im Buch erwähnten erwähnten Lernhilfen zur Hand, die man aufwändig in den USA bestellen müsste … sieht die Fotos von Zeichnungen, die Teilnehmer in Kursen machen konnten … findet sie unerreichbar …und spürt eine leise Resignation. Die ein oder andere Übung hat man vielleicht gemacht, aber ohne direktes Feedback fühlt man sich verloren.
Das liegt in der Natur des Lernens, wenn es um bestimmte komplexe Fähigkeiten geht. Das weiss ich jetzt … als ich vor vielen Jahren die erste Ausgabe des Buches in die Hand bekam, bin ich begeistert eingestiegen und habe von der ersten Übungen viel profitiert – bin aber bei wichtigen Sachen wie Perspektive, Licht und Schatten nicht alleine weiter gekommen und habe die Methode bis 2012 links liegen lassen.
Bücher helfen nicht – und das liegt nicht an dir
Bücher – auch Zeichenbücher – können Türen öffnen, Gedanken anstoßen, einen in fremde Welten führen. Ich habe selbst mit einem grossen Deutschen Verlag ein Zeichenbuch gemacht, um interessierte Menschen zu motivieren und meine illustrierte Lernreise zu teilen.
Ein Buch kann dir eine Theorie oder Methode erklären und Beispiele für dich abbilden (meist so “gut”, dass du die Lust verlierst, stimmts?) Es kann dir zeigen, worauf du achten solltest. Aber es kann dir nicht Feedback und Ermutigung geben, während du zeichnest. Es sieht und spürt nicht, was vor sich geht. Es kann nicht aufs Motiv und die Zeichnung schauen und dir ganz ruhig sagen:
„Hm – schau hier nochmal genau hin … was siehst du … geht die Linie da leicht hoch oder leicht runter?“
Im Sport wäre das undenkbar, wenn es um Lernen und besser werden geht, mit welchen Ziel auch immer, ob zum Spass oder im Anlauf auf eine Karriere. Kein Tennislehrer würde zum Beispiel zulassen, dass du in seiner Tennisakademie einen falschen Schlag hundert Mal eintrainierst. Und kein Klavierlehrer würde dich immer wieder daneben greifen lassen, ohne aufmerksam zu korrigieren.
Doch Menschen, die es nach der Schule – oder sogar nach einem Gestaltungsstudium (!) -nochmal ernsthaft versuchen mit dem Zeichnen, sitzen meist allein da mit ihrer stilllen Hoffnung, zu entdecken, wie sie den Zugang finden. Oder sie melden sich für Kurse an, die gut gemeint vermitteln wollen, dass man Freude am Zeichnen (wieder) finden kann, auch ohne besser zeichnen zu lernen … es gehe mehr darum, einfach kreativ zu sein … so haben Teilnehmer mir von Zeichen & Malkursen oft berichtet.
Natürlich kommen nur Menschen in meine Seminare und Zeichenworkshops, die einen Weg suchen, ihre Zeichenfähigkeit zu finden, sie zu verbessern. Und auch solche, die herausfinden wollen, ob sie überhaupt eine Zeichenfähigkeit haben und daran zweifeln.
Ich möchte nicht sagen, dass die uns allen bekannten konventionelle Zeichenkurse schlecht sind. Sie haben aus meiner Sicht ja gar nicht die Absicht, einen didaktisch klaren und nachweislich funktionierenden Weg zur persönlichen Zeichenfähigkeit zu zeigen.
Es geht eher um bewertungsfrei Freude haben mit Gleichgesinnten, die im Prinzip auch aufgegeben haben Zeichnen zu lernen und sich zu dem Thema gegenseitig gut zureden und ihre Wunden lecken … denn es tut weh, wenn man eigentlich gerne zeichnen könnte und keinen Weg findet. Kurz: normale Zeichen- und Malkurse sind kaum hilfreich für Suchende, die noch nicht aufgegeben haben. Kurse wie “Kreativ gestalten mit dem Bunsenbrenner” oder “Malerischer Ausdruck nach Musik” sind etwas Anderes, und das ja ganz bewusst.
Egal wie gut es also sein mag, egal wie fundiert die Didaktik (falls es eine hat) … ein Buch kann dich nicht empathisch anschubsen, wenn du unbemerkt beim Zeicnenlernen in alte (Wahrnehmungs-)Muster zurückfällst. Es kann dich nicht ermutigen, wann du aufgeben willst.
So gesehen scheitern viele Menschen nicht daran, dass sie „nicht talentiert“ wären. Sondern meist daran, dass sie trotz Buch alleine unterwegs sind.
It’s the Brain, stupid: Warum wir nicht sehen, was wir sehen
Wenn wir etwas abzeichnen wollen (warum auch immer), haben wir ja nicht vor, “Fantasiebilder” aufs Papier zu bringen. Das ist etwas anderes, was auch Spass machen kann.
Wir wollen erfassen und darstellen, was vor uns liegt. Und das immer stimmiger. Niemand sagt sich dabei: „Ich zeichne lieber das, was ich mir vorstelle, als das, was ich anschaue.“ Und doch passiert genau das – leider unbemerkt. So erklärt sich ein grosser Teil vom uns allen bekannten “Zeichenstress”.
Wie kommt das? Unser Gehirn ist sehr gut darin, Energie zu sparen. Es will uns das Leben leichter machen. Im Alltag brauchen wir schließlich nicht jedes Detail von dem, was wir den Tag über sehen. Es genügt, dass wir wissen, was etwas ist: ein Gesicht, ein Auto, ein Baum. Unser Gehirn liefert uns schnelle Antworten – es zeigt uns eine Art vereinfachende, symbolische “Abkürzung”. Man kann auch sagen es arbeitet energiesparend abstrakt, mit “Sprechen-Denken”.
Wir brauchen dazu keine vielfältigen, subtilen Linien, Schattierungen, Winkel usw. Es genügt die symbolische, comik-artige Version der Dinge. Gesichter werden zu zwei Augen, einer Nase, einem Mund – wie sie genau aussehen, ist dabei egal. Bäume verwandeln sich in grüne Wattebäusche auf braunen Stämmen. Diese Vereinfachung ist vermutlich im Laufe der Evolution entstanden, weil sie zum Überleben sinnvoll war.
Beim Zeichnenlernen und Zeichnen steht uns diese Fähigkeit des Gehirns im Weg. Besonders, wenn wir den Effekt nicht kennen. Es ist wichtig, das zu erfahren und zu verstehen damit wir den “Symboleffekt” – das “Sprechen-Denken” – bei Bedarf bewusst umgehen bzw pausieren können. Die Mühe lohnt sich, versprochen.
Beim stimmigen Zeichnen wollen wir nicht wissen, was etwas ist. Wir wollen visuell erkennen, wie es ist (aussieht). Mit allen Feinheiten, den auf den ersen Blick unsichtbaren Graustufen, den oft überraschenden Winkeln und mehr.
Nehmen wir die Situation, in der ein Mensch versucht, das Gesicht eines anderen zu zeichnen.
Los geht’s … das sieht schwierig aus, denkt das Gehirn und wir empfinden Stress. Wir fangen trotzdem an. Während wir glauben, aufmerksam hinzusehen, greift ein Teil unseres Gehirns in bester Absicht ein und “sagt”: „Verstehe, ein Gesicht – das kenn ich, ich vereinfache es gerne für dich, keine Sorge.“
Und dann “zeichnen” wir – mangels Talent, wie wir glauben – die üblichen Mandelaugen, wie bei den Gesichtern der Alten Ägypter, eine Nase wie ein Dreieck und vielleicht mit zwei schwarzen bohnenförmigen “löchern”, einen Mund als Kussmund, dazu kleine abstehende Segelohren … und ein paar Striche als Haare. Seht ihr .. ich kann eben nicht zeichnen, sagen wir dann, wenn das passiert. Wer etwas Vorkenntnisse hat, kommt zu weniger rudimentären Ergebnissen …das ungute Gefühl und der fast unerträgliche Zeichenstress bleiben meist.
Der Unterschied zwischen dem was wir sehen, und dem, was auf der Zeichnung zu sehen ist führt zu einem schmerzhaften und irritierenden Widerspruch, der sich nach gängigem Verständnis nur durch die Idee “fehlendes Talent” auflösen lässt.
Logisch, denn wir haben ja alles in echt vor Augen und sollten das abzeichnen können.
Wenn jemand etwas sagt, können wir es ja auch wiederholen.
Die Lösung des Rätsels: Wir wissen noch nicht, wie wir unser Gehirn ganz praktisch “überlisten” können, damit es uns erlaubt tatsächlich wahrzunehmen, was als Bild auf die Netzhaut fällt. Anstatt uns “im Kopf / in der Vorstellung” vereinfachende Symbole anzubieten, die wir dann über die Hand und den Stift “ausgeben”, aufs Papier.
Wenn es gelingt, das Gehirn vom “Sprechen-Denken” zum “Sehen-Denken” wechseln zu lassen …
… erstmal mit unverdächtigen Übungen, dann wenn wir es möchten beim Zeichnen, mehr und mehr … sieht die Zeichnung “automatisch” auch mehr und mehr aus wie das, was wir abzeichnen wollen.
Zeichnenlernen heißt daher anfangs vor allem, diesen “Sprechen-Denken” Vereinfachungs-Reflex zu erkennen und zu überwinden. Es heißt, sich selbst beim Sehen zuzusehen. Und nicht zu glauben, man wisse längst, wie etwas aussieht. Sondern es neu zu entdecken, als wäre es das erste Mal.
In meinen Kursen habe ich über die Jahre immer wieder erlebt, wie Menschen plötzlich innehalten. Sie sehen ihr Motiv an, sehen dann wieder auf ihr Blatt – und merken, dass sie etwas gezeichnet haben, das beim Motiv gar nicht existiert. Oder umgekeht. Dann sehen sie plötzlich “besser”, berichten sie. Das sind Aha-Momente auf dem Weg zur Zeichenfähigkeit.
Du wirst nicht über Nacht zum erfolgreichen Künstler. Aber du hast endlich die Chance zu erleben, dass Zeichnen nichts mit Talent zu tun hat.
Du kannst die Entscheidung traffen zu lernen, die Welt beim Zeichnen so zu sehen, wie sie wirklich ist. Deine Zeichnungen werden dann mit der Zeit immer “talentierter” aussehen.
Zeichnen lernen heisst Sehen lernen
Im Atelier gibt es manchmal bei den Kursen diese magischen Augenblicke.
„Jetzt sehe ich es auf einmal“
sagte zum Beispiel ein intensiv zeichnender Teilnehmer, als er bemerkte, dass er bisher eher gezeichnet hat, was er zu wissen bzw zu sehen glaubte, als das, was er wirklich vor sich sah.
Das ist jedes Mal – auch für den Kursleiter – ein bewegendes Erlebnis. Als würde jemand einen Vorhang beiseite ziehen, sagen manche Teilnehmer. Plötzlich erscheint das Motiv in einer Klarheit, die vorher verborgen war.
Viele, die erfolgreich mit dem Zeichnen beginnen, sind überrascht, wie sehr es den Blick auf die Welt verändert. Nicht nur beim Zeichnen selbst. Auch im Alltag. Sie sehen plötzlich, dass ein Dachgiebel leicht kippt, dass ein Schatten viel härter abfällt, als sie dachten. Sie entdecken, dass eine Blüte nicht symmetrisch wächst, sondern in kleinen, lebendigen Abweichungen. Wer fotografiert, wird auch einen Unterschied bemerken.
Es kann zu tiefst befriedigend sein, wenn man etwas nach vielen Jahren endlich stimmig aufs Papier bringt. Nicht perfekt, einfach stimmig. Mit dem ungewohnten Sehen-Denken Gefühl, das schwer die Worte des Sprechen-Denkens zu packen ist:
„Ja – so sieht es tatsächlich aus“
oder auch
“Die Zeichnung fühlt sich tatsächlich so an, wie das Motiv aussieht”
„Sieht das, was ich zeichne, tatsächlich so aus wie das, was ich vor mir sehe?“
Wichtig ist dieser stille Dialog zwischen Auge und Hand (so fühlt es sich an, natürlich ist das Gehirn immer im Spiel). Und um die Bereitschaft, das Sehen-Denken zuzulassen, sprich das Gehirn immer wieder daran zu hindern, vorschnell zeichnerisch „alles schon zu wissen.“
“Üben” kann mehr schaden als nützen
Es gibt einen populären Aberglauben, er sich hartnäckig hält: dass es beim Zeichnen vor allem darauf ankommt, zu üben, also viel zu zeichnen.Viele Menschen glauben, sie müssten nur genug zeichnen, dann käme der Fortschritt von allein. Es ist möglich, aber sehr selten.
Meist klappt es nicht. Zumindest nicht, wenn man so Zeichnen lernen möchte, dass es sich spürbar stimmig anfühlt.
Denn wenn man immer wieder dieselben Fehler macht, übt man sie ein.
Was weiterhilft, ist nicht Fleiss. Sondern wissen, wie gezieltes Sehen und Überprüfen in der Praxis geht.
Beim Tennis z.B. würde niemand auf Dauer erfolglos tausende Bälle zu schlagen, sondern eher prüfen – auch mit einem Coach – wie die Bewegung ist, warum es nicht klappt, was Körperhaltung und Timinmg damit zu tun haben können usw. Auch im Musikunterricht korrigiert ein guter Lehrer sofort die Handhaltung, wenn jemand z.B. immer wieder denselben falschen Griff spielt.
Beim Zeichnen aber glauben viele, sie müssten einfach nur „frei“ arbeiten und “ein kreatives Grfühl anstreben”. Doch bewusste Freiheit und Gestaltungsfreiheit entsteht manchmal eben erst, wenn man eine gewissen Kompetenz Stufe einer Fähigkeit erreicht … sonst ist es m.E. eher unfreiwillige Beliebigkeit.
Free Jazz ohne jede Ahnung von Musik? Kaum vorstellbar, denke ich jedenfalls.
Warum es Zeit braucht – und trotzdem nicht Jahre dauern muss
Wie lange dauert es denn nun, das Zeichnenlernen?
Die ehrliche Antwort ist: Es hängt davon ab, was man will. Manche möchten nur ein bisschen sicherer Skizzieren, andere wollen Gesichter erfassen, wieder andere träumen von großen, komplexen Zeichnungen und herausragenden. meisterhaften Zeichenfähigkeiten. Doch alle Teilnehmer können bereits in meinem 6-Tages-Kurs lernen, anders zu sehen.
Was dann folgt, ist ein Prozess. Kein jahrelanges Studium. Aber einige Monate oder ein Jahr, in denen man das Gelernte festigt ohne dass es ein Ganztagsjob sein muss. Die Hand wird ruhiger, die eigene künsterlerische Linie sicherer, der Blick schärfer … das Abgleichen mit dem Motiv wird selbstverständlicher.
In jedem Kurs in den letzten 10 Jahren habe ich Menschen erlebt, die nach einer guten Woche Kurs teilweise schon eine Sicherheit empfanden, die sie vorher nie für möglich gehalten hätten. Doch ich sehe auch, dass alle dann dranbleiben müssen, wenn es bleiben und weitergehen soll, zeichnerisch.
Ganz viel ist zwar nun klarer– aber Verstehen und erleben ist das eine, die neue Fähigkeit ausbauen, festigen und dann freier anwenden, das it das andere.
Zeichnengrundlagen sind eine gute Basis für die weitere künsterische Entwicklung, wenn das jemand sucht. Ohne mindestens diese gestaltersiche Basis wird’s mühsam, so viel auch steht fest.
Der Weg nach dem Kurs: Transfer und Praxis
Ein Kurs kann viel bewegen. Doch was danach kommt ist sehr wichtig – Transfer ins Leben und Zeichnen zur Gewohnheit machen ist das Geheimnis
Viele Menschen verlassen das Atelier nach einer Woche mit ein bischen wohl verdientem Stolz auf ihre Kurszeichnungen und vielen guten Vorsätzen. mit leuchtenden Augen. Sie haben das erste Mal erlebt, dass sie wirklich zeichnen können. Doch dann kommt der Alltag. Die Arbeit. Die Familie. Und irgendwann wieder dieser Gedanke:
„Kann ich das überhaupt wirklich?“
Deshalb bieten wir im Atelier Rikon nicht nur diese intensiven Wochenkurse an. Sondern auch verschiedene Möglichkeit, mit und bei uns weiterzumachen.
Interessiert können sich für einen Atelierplatz entscheiden. Nicht, weil sie ständig betreut werden wollen. Sondern weil sie spüren, dass es leichter ist dranzubleiben, wenn man einen Raum hat, der nur dafür da ist: für das Zeichnen und was man damit machen will.
Andere punktuell, um sich Feedback zu holen. Viele sagen, dass es genau das ist, was ihnen hilft, weiter zu machen und das Gelernte in den Alltag zu bringen.
Denn es gibt einen Unterschied zwischen nach einem Wochenkurs zu wissen, wie Zeichnen (lernen) funktioniert, und es wirklich zu tun.
Bei Atelier Rikon geht es uns darum, diesen Transfer nach Kursen zu unterstützen.
Es braucht den richtigen Ort – hast du deinen schon gefunden?
Vielleicht fragst du dich, ob es wirklich nötig ist, einen Platz im Atelier zu haben, um Zeichnen zu lernen. Die Antwort ist einfach: nötig nicht. Aber es kann vieles leichter machen und die Erfolgswahrscheinlichkeit ist höher.
Unser – und dann auch dein – Atelier ist mehr als ein Raum. Es ist ein Ort, der dich daran erinnert, warum du überhaupt angefangen hast. Ein Ort, an dem niemand merkwürdig findet, dass du zeichnest, oder fragt, ob du schon „gut genug“ bist.
Manche kommen nur zu einem Wochenkurs oder einem Wochenendkurs. Andere werden jahrelang bleiben. Manche möchten für sich an ihrem Atelierplatz arbeiten, andere tauschen sich regelmässig im Loungebereich aus. Für viele kann das Atelier zu einem festen Bestandteil ihres Lebens werden. Nicht unbedingt, weil sie hauptberuflich Künstler werden wollen. Eher weil sie – wie auch der Autor dieses Artikels – gemerkt haben, dass Zeichnen und der Austausch mit Gleichgesinnten ihnen etwas gibt, das sie nirgendwo sonst in der analogen Welt finden.
Wenn du bis hier gelesen hast, hast du auch die Nerven dafür, eine intensive Zeichenwoche durchzuhalten 😉
Zeichnenlernen ist faszinierend – aber es hat kaum etwas mit Talent zu tun, was immer das sein soll. Es hat auch nicht nur mit einer von beiden Gehirnhälften zu tun.
Es beginnt mit deinem Impuls und dann der Entscheidung, es (nochmal) zu versuchen.
Ein Wochenkurs ist der beste Einsteig. Wer will, kann weitere Kurse besuchen oder gleich als Ateliermitglied weitermachen, mit eigenem festen Raum/Platz im Atelier z.B.. Je nach Verfügbarkeit, ab August 2025.
Zeichnenlernen ist eine Reise. Still, konzentriert oder auch mal expressiv. Mal alleine, mal mit anderen, manchmal anstrengend, manchmal entspannend. Aber immer eine Reise, die uns die Welt klarer sehen lässt. Und vielleicht, ganz nebenbei, auch uns selbst.
Möchtest du erleben, dass Zeichnenlernen machbar ist? Dann melde dich für unseren nächsten 6-Tages-Zeichenkurs an.
Excellent article. Sharing this with my colleagues.
Thank you very much!